Olivenöl Hinweise

 

 

Olivenöl ist im Prinzip ewig haltbar, dazu bedarf es aber der richtigen Lagerung. Was Sie über die Haltbarkeit und Lagerung von Olivenöl wissen sollten, haben wir für Sie zusammengefasst.

Olivenöl: So lange ist es haltbar

Olivenöl können Sie theoretisch jahrelang lagern, ohne dass es schlecht wird. Trotzdem geben die Hersteller ein Mindesthaltbarkeitsdatum an.

  • Die meisten Hersteller geben für Olivenöl eine Haltbarkeit von 24 Monaten nach Abfüllung an.
  • Trotzdem ist das Öl nach zwei Jahren noch genießbar, die 24 Monate Haltbarkeit sind vielmehr als Garantie zu verstehen.
  • Bei richtiger Lagerung, das heißt lichtgeschützt und verschlossen, hält sich das Öl viele Jahre.
  • Lagern Sie es hingegen bei hellem Licht und ohne Verschluss, kann das Öl schon nach wenigen Monaten ranzig sein.
  • Übrigens: Ist das Öl trüb und flockig, heißt das nicht, dass es nicht mehr genießbar ist, sondern dass es zu kalt wurde. Stellen Sie das Öl an einen Ort mit Zimmertemperatur, wird es wieder klar.

 

Olivenöl richtig lagern

Bei Olivenöl ist die richtige Lagerung besonders wichtig, vor allem, wenn Sie es über längere Zeit lagern möchten.

  • Lagern Sie Olivenöl möglichst vor Licht geschützt, am besten in einer lichtdicht verschlossenen Flasche.
  • Das Öl hält sich zwar im Kühlschrank etwas länger, es wird aber auch flockig, wenn es zu kalt wird.
  • Sie sollten daher Olivenöl bei Zimmertemperatur lagern, so kann es beim Servieren außerdem sein volles Aroma entfalten.

 

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist ein vorgeschriebenes Kennzeichnungselement, das laut harmonisiertem EU-Recht  Fertigpackungen von Lebensmitteln anzugeben ist. Es gibt an, bis zu welchem Termin ein Lebensmittel bei sachgerechter Aufbewahrung (insbesondere Einhaltung der im Zusammenhang mit dem MHD genannten Lagertemperatur) auf jeden Fall ohne wesentliche Geschmacks- und Qualitätseinbußen sowie gesundheitliches Risiko zu konsumieren ist. Da es sich um ein Mindesthaltbarkeits – und nicht um ein Verfalldatum wie bei Medikamenten oder ein Verbrauchsdatum handelt, ist das Lebensmittel in der Regel auch nach dem angegebenen Datum noch verzehrbar, bei optimaler Lagerung oft auch noch sehr viel später.

 

Rechtliches

Weder aus dem MHD noch aus dem Verbrauchsdatum leitet sich rechtlich ein Anspruch ab, wenn das Produkt bereits vor dem angegebenen Datum nicht mehr verzehrfähig ist und der Hersteller die Seriosität seiner Angaben nachweisen kann. Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen weiter verkauft werden, sofern der Verkäufer sich davon überzeugt hat, dass die Ware einwandfrei ist. Entsprechend leitet sich daraus ab, dass kein Schadensersatzanspruch des Kunden besteht, wenn dieser ohne Absicht ein Produkt mit abgelaufenem MHD erwirbt, sofern das Produkt noch als einwandfrei betrachtet werden kann. Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen auch grundsätzlich noch verarbeitet werden, wobei sich der Verarbeiter möglicherweise einem höheren Risiko aussetzt, im Schadensfall belangt werden zu können.

In Österreich gilt: „Ist die Mindesthaltbarkeitsfrist bereits abgelaufen, ist dieser Umstand deutlich und allgemein verständlich kenntlich zu machen.“

Im Gegensatz zu Produkten mit MHD dürfen Produkte mit Verbrauchsdatum nicht mehr nach Ablauf desselben verkauft werden. Von einem Verzehr wird ebenso abgeraten, da insbesondere bei Lebensmitteln erhöhte gesundheitliche Risiken bestehen.

Da sich das MHD bzw. das Verbrauchsdatum auf eine bestimmte Temperatur beziehen, kann durch Aufbewahrung bei geringeren Temperaturen die Haltbarkeit teilweise deutlich verlängert werden.

In der Europäischen Union ist das Mindesthaltbarkeitsdatum für Lebensmittel in Anhang X der Lebensmittel-Informationsverordnung und für Kosmetika in Artikel 19 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel geregelt. Zuvor galten für Deutschland die § 7 LMKV (Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung) und § 5 Kosmetik-Verordnung.